Wörter sind trügerisch!

Im September habe ich mir nach langer Zeit ein Theaterstück mit dem Namen „Was wahr war“angeschaut.

Es ist darum gegangen, dass die Wahrheit manchmal sehr schwer zu beurteilen ist. Der Regisseur, Michael Engler, behauptet in seinem Vorwort, dass wir immer auf der Suche nach der Wahrheit sind, aber unser Gehirn nur das aufnimmt, was ihm gerade notwendig erscheint. Wir schmücken Erlebtes aus, erfinden Geschehenes hinzu, meint er.

Wörter sind trügerisch, denn was der eine meint, wird vom anderen noch lange nicht exakt so verstanden. Je geringer der Wortschatz, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass man nicht einmal ausdrücken kann, was man tatsächlich erlebt hat.

Also erst nach dieser Betrachtung kann man wirklich nachvollziehen, wie genau die Arbeit einer Übersetzerin sein soll bzw. muss. Nicht nur das perfekte Verständnis der Ausgangssprache ist notwendig, sondern auch der breite Wortschatz, die Ausdrucksvielfalt und die Kenntnis der kulturellen Hintergründe in der Zielsprache.

Wurden Sie schon einmal in Ihrer Muttersprache vollkommen missverstanden? Stellen Sie sich vor, was dann geschieht, wenn zwei Sprachen im Spiel sind!

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