Zwischen Vertrauen und Misstrauen – Eine Übersetzung

Vor ein paar Jahren habe ich von einer Kundin den Auftrag bekommen, einen persönlichen Brief ins Italienisch zu übersetzen. Ein paar Tage nach der Abgabe wurde ich von ihr mit einer Beschwerde kontaktiert.

Nachdem Sie meine Übersetzung mit der derjenigen von Google Translator verglichen hatte, war sie zu dem Schluss gekommen, dass bei meiner Version falsch übersetzt wurde und die Gefühle hinter ihren Worten nicht zum Ausdruck gekommen waren.

Sie hat offensichtlich gar keine Italienisch Kenntnisse gehabt, sonst hätte sie gleich gemerkt, dass der Google Text hinten und vorne gar nicht passt! Das, was aber interessant ist und sich hinter ihrer Reaktion versteckt hat, war das mangelnde Vertrauen mir gegenüber.

Es ist nicht einfach, die eigenen Gefühle bzw. Gedanken einem fremden Menschen anzuvertrauen und diesem auch noch den Auftrag geben, sich in der Fremdsprache vertreten zu lassen. Dasselbe passiert auch beim Dolmetschen!

Stellen Sie sich vor, mit welchen Gefühlen Menschen umgehen müssen, die eine Übersetzerin oder eine Dolmetscherin brauchen, damit sie sich bei einer Prüfung, bei einer ärztlichen Untersuchung, vor Gericht oder vor der Polizei verständigen können. Alles hängt vom Menschen ab, der sich um die Übersetzung oder das Dolmetschen kümmert.

Dieses Misstrauen betrifft aber auch Firmen. In der Vergangenheit wurde ich von einer Firma kontaktiert, die ihre Produkte (Umfragen) ins Ausland vermarktet. Mir wurde die übliche Vorgehensweise erklärt, wie Texte bei Ihnen übersetzt und genehmigt werden. Ein Text wird zuerst in die Fremdsprache übersetzt und dann von der Fremdsprache wieder ins Deutsch. Zweck ist die Sicherstellung der Inhalte. Was passiert aber mit Wörtern oder Redewendungen, die man nicht wortwörtlich übersetzt werden können?

Kompliziert. Zeitverschwenderisch. Kostenspielig. Sinnlos.

Ja, es ist nicht einfach, einem fremden Menschen zu vertrauen! Aber es ist umso wichtiger, die eigenen Worte, Gefühle, Aussagen jemandem anzuvertrauen, der professionell mit den Sprachen arbeitet.

Daher kann nicht jede/-r, der eine Fremdsprache spricht, gleichzeitig ÜbersetzerIn oder DolmetscherIn sein. Eine fundierte Ausbildung ist die Grundvoraussetzung für ein gutes Hinüberbringen der eigenen Gedanken in eine Fremdsprache.

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Alles hat seinen Preis!

Apple hat sich beim letzten Rückruf fehlerhafter Produkte mit der Übersetzung der Anleitung auf Deutsch und auch in anderen Sprachen voll blamiert!

Ja, billig ist absolut verlockend, aber nimmt immer zahlt es sich aus!

Mehr können Sie diesem Artikel entnehmen:

http://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article151889666/Der-peinliche-Rueckruf-des-Apple-Netzsteckers.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_facebook

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Übersetzerin oder Dolmetscherin?

Sobald die Rede von zwei Sprachen ist, spricht man von Dolmetschen oder Übersetzen.

Was ist aber eigentlich der Unterschied zwischen den Bezeichnungen?

Eine Übersetzerin beschäftigt sich nur mit geschriebenen Texten. Ihre Arbeit setzt Genauigkeit voraus, weil der übersetzte Text dem Inhalt, der Bedeutung und den möglichen Andeutungen im Ausgangstext treu bleiben soll.

Eine Dolmetscherin verwendet hauptsächlich ihr Gedächtnis und ihre Stimme bei der Arbeit. Sie ist bei Geschäftstreffen, Kongressen oder Interviews anwesend und ist sehr wichtig, damit die Kommunikation zwischen Gesprächspartnern stattfinden kann. Ihre Arbeit ist eindeutig komprimierter als diejenige der Übersetzerin.

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Lustiges Video über Dolmetscher

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Big fishes and small fishes

Wenn Sie eine Übersetzung brauchen, suchen Sie bestimmt die gewünschte Dienstleistung im Internet. Sie werden wahrscheinlich nach Übersetzer Deutsch Italienisch, Übersetzungsbüro oder Übersetzungsagentur suchen. Kennen Sie aber den richtigen Unterschied zwischen einer Übersetzungsagentur und einer selbständigen Übersetzerin?

Eine Übersetzungsagentur ist in der Regel eine Firma, hinter welcher sehr viele Menschen arbeiten. Dem Kunden werden alle möglichen Sprachen angeboten. Die Agentur verwaltet kleine Übersetzungen, Riesenprojekte, Eilübersetzungen und ihre Hauptquelle sind selbständige ÜbersetzerInnen aus der ganzen Welt, die auf Abruf die Arbeit erledigen.

Das Geheimrezept einer Agentur ist eine gute Verwaltung. Der sogenannte Project Manager sorgt, dass bei großen Projekten, in denen die Arbeit aufgeteilt wird, die Terminologie einheitlich ist und die Termine eingehalten werden. Die Unterstützung von Lektoren ist dabei auch sehr wichtig, da diese die Übersetzungen kontrollieren und die terminologische Qualität gewährleisten.

Wie in jedem Bereich gibt es gute und zuverlässige Übersetzungsagenturen, aber auch schlechte bzw. sehr schlechte! Auf gut Glück können Sie von einer Agentur eine tolle Übersetzung erhalten oder eine Übersetzung, in der der Text hinten und vorne nicht passt, die Terminologie nicht einheitlich ist und viele Fehler aufweist.

Viele ÜbersetzerInnen, die für Agenturen arbeiten, haben auf der einen Seite die Sicherheit, ohne Mühe Aufträge zu bekommen, aber auf der anderen arbeiten sie oft auch unter Zeitdruck und erhalten für ihre Leistung nicht immer eine angemessene Entlohnung. Wie viel Motivation ist dann bei der Arbeit? Es wird auch davon ausgegangen, dass ein Lektor die Übersetzung nochmal überprüft und man verlässt sich oft bei terminologischen Zweifeln auf diese Person. Ob ein Lektor immer vorhanden ist, hängt von der Seriosität der Agentur ab!

Bei selbständigen ÜbersetzerInnen wie ich ist die Ausgangssituation eine andere!

Als selbständige Übersetzerin arbeite ich mit Italienisch, meiner Muttersprache, und noch zwei Sprachen: Deutsch und Englisch. Ich bin auf einige Fachgebiete spezialisiert und aus diesem Grund bin ich nicht in der Lage, alle Aufträge anzunehmen. Ich werde direkt vom Kunden kontaktiert, der mir seine Wünsche, Vorstellungen, Erwartungen und Anliegen anvertrauen kann. Bei Fragen jeglicher Art steht keine Agentur dazwischen und ich kann schnell und vor allem direkt kommunizieren!

Die Geschäftsbeziehung ist nicht unpersönlich und ich bin bemüht, mein Bestes zu geben, weil ich bei der Arbeit mit meinem Namen und meinem Ruf hafte.

Ich kann zeitlich eindeutig weniger anbieten als eine Übersetzungsagentur, aber der Kunde hat bestimmt einige Vorteile:

  • Einen direkten und persönlichen Kontakt mit mir als Übersetzerin bei jeglichen Fragen, Wünschen und Erwartungen,
  • Ein gutes Preis-Leistungsverhältnis,
  • Hohe Vertraulichkeit der privaten oder Firmendaten,
  • Eine Italienisch Muttersprachlerin mit fundierter Ausbildung, was leider in der freien Welt der Übersetzung nicht immer der Fall ist,
  • Eine Spezialistin, die nicht nur die Fremdsprache, sondern auch die italienische Kultur und ihre Gepflogenheiten kennt und den Kunden bei bestimmten Kauf- oder Marketingentscheidungen unterstützen kann,
  • Eine enge Zusammenarbeit bis zum Erfolg des Kunden (z.B. Fehlerüberprüfung der Texte vor dem Druck, Hinweis auf Fehler im Ausgangstext usw.).

Die Auswahl zwischen einer Übersetzungsagentur und einer selbständigen Übersetzerin steht selbstverständlich dem Kunden frei und hängt von den seinen eigenen Bedürfnissen ab.

Es sind aber oft die Kleinigkeiten, die den großen Unterschied machen und dies betrifft auch die heikle Welt der Übersetzung, wo Sprache und Inhalte so viel zählen!

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Umsatzsteigerung mithilfe einer Übersetzerin

In meiner Tätigkeit als Übersetzerin stelle ich immer wieder fest, dass Sprachen-Sprechen anders ist als Übersetzen.

Englisch ist die Sprache, die die meisten von uns kennen und lernen, und heutzutage ist seine Kenntnis eine unverzichtbare Voraussetzung in der Arbeitswelt, aber wie gut können Menschen eigentlich Englisch? Wie entwickelt sich das Geschäft zwischen einer österreichischen und einer italienischen Firma, wenn sie miteinander auf Englisch kommunizieren?

Es wird oft übersehen, dass die Verwendung einer dritten Sprache im Fall von Geschäftsbeziehungen zwischen Italien und Österreich je nach eigenen Fähigkeiten die Ausdrucksmöglichkeiten eingrenzt und die Kommunikation auf das Wesentliche beschränken lässt. Man erspart sich vielleicht Fragen oder Bemerkungen, wenn man annimmt, die Situation könnte von der Sprache eher kompliziert werden.

Laut einer von der Europäischen Kommission geförderten Studie (ELAN-Studie 2006, http://ec.europa.eu/languages/policy/strategic-framework/documents/elan_de.pdf) scheitern manche internationale Beziehungen, weil die Menschen die Fremdsprache nicht gut beherrschen und daher Anfragen oder Kostenvoranschläge nicht weiter oder falsch bearbeiten. Wenn keine einheitlichen Bezeichnungen in der Fremdsprache innerhalb des Unternehmens verwendet werden, kann es auch vorkommen, dass Verwirrung entsteht und Pannen am Telefon, Missverständnisse, Fehler in der Übersetzung oder beim Dolmetschen passieren.

Wie tickt außerdem der/die ausländische GeschäftspartnerIn? Was soll man bei der anderen Kultur besonders beachten? Allein, wenn ich an die unterschiedliche Verwendung von „Du“ und „Sie“ zwischen Italien und Österreich denke, stelle ich fest, dass es dazwischen Welten stehen, die nicht ignoriert werden sollten.

Das Scheitern der Geschäftsbeziehung kann also vielerlei Gründe im Bereich der Kommunikation haben! Potentielle Chancen sowie Umsätze blieben somit auf der Strecke!

Der Einsatz einer Übersetzerin oder Dolmetscherin mit einer fundierten Ausbildung kann hingegen einen wertvollen und vor allem positiven Beitrag zum Geschäftserfolg leisten. Die Informationen werden in die andere Sprache präzise übergeben, die Beteiligten fühlen sich somit in dem Austausch entspannter und die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen wird erheblich verringert.

Ebenfalls der Mangel an kultureller Nähe fällt weg! Eine gute Übersetzerin verfügt auch über sehr gute Kenntnisse über ihre eigene und die fremde Kultur, die Menschen, ihre Gepflogenheiten und ihre Mentalität. Es sind alle Faktoren, die in Geschäftsbeziehungen auch eine entscheidende Rolle spielen!

Ich bin daher der festen Überzeugung, dass der Einsatz einer Übersetzerin eine gute Investition für im Ausland tätige Unternehmen ist. Sie kann als stabiles Fundament dienen, auf dem die Geschäftsbeziehung mit dem Auslandspartner wächst!

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Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt

Eine liebe Kollegin von mir aus Italien hat vor kurzem Folgendes über das Übersetzen geschrieben: „Es ist die schönste Arbeit dieser Welt. Es ist schlecht bezahlt und nicht anerkannt. Aber es erlaubt einem, dort anzukommen, wo die anderen nie ankommen werden. Du nimmst die Worte von einem anderen Menschen, die kaust du, die fühlst du und dann spuckst du sie wieder heraus. Und das Leben der anderen kommuniziert dank dir weiter.“

Diese Beschreibung fasziniert mich, weil sie auf den Punkt bringt, worin meine Arbeit besteht.

Und gerade aus diesem Grund kann ich nicht schlechte Übersetzungen wie hier auf dem Foto ignorieren.

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In der Originalversion auf Italienisch vergleicht die Dame ihr Leben ohne ihren Geliebten mit einem grausamen Tod, ihre Lebensfreude verwandelt sich in Qual und Leid. Die Worte klingen sehr leidenschaftlich wie aus der Zeit des Sturm und Drang…

 

 

Die Version auf Englisch ist im Gegensatz dazu eher im Stil der Biedermeier, kurzbündig und karg. „That life (aber welches eigentlich?) is cruel death to me without you“. Der Englisch sprechende Leser kriegt nichts von der Romantik und der Leidenschaft mit, die in der Originalversion so ausgeprägt sind.

In diesem Fall wurden die Worte vor der Übersetzung nicht gekaut und eingefühlt, sondern einfach schnell und ohne Leidenschaft verpackt! Schade!

Wittgenstein hatte Recht, als er meinte: „Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt“. Eine Übersetzerin muss auf eine Vielfalt von Worten mit jeder Nuance und Bedeutungsfeinheit zurückgreifen können, um die Welt anderer Menschen in ihre Sprache wiedergeben (über-setzen) zu können.

Wenn das fehlt, hat die Übersetzung Grenzen!

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Schilder verstehen!

2015-02-22 18.43.31[1]

Im Wr. Neustädter Spital ist mir beim Warten dieses Schild aufgefallen.

Ich habe zuerst das Schild mit meinem italienischen Verstand gelesen. In Italien kann es leider vorkommen, dass Leute durch Geldbestechung sehr schnell einen Termin für einen Facharzt oder eine Fachuntersuchung bekommen. Geld ermöglicht das, was das normale Medizinsystem nicht schafft!

Ich habe mir gleich gedacht: „Nein, die Korruption hat auch hier Fuß gefasst und die MitarbeiterInnen im Spital werden jetzt auch durch Geld bestochen! Schade!“.

Kurz nach dieser Anmerkung hat sich aber in mir der österreichische Verstand eingemischt und mit Erleichterung habe ich die Botschaft neu interpretiert und genau verstanden! Es geht um das Trinkgeld!

Die italienische Art ist, Geld im Voraus zu zahlen, wenn man etwas Gescheites bekommen will, und die österreichische Art ist, Trinkgeld zu geben, wenn man mit einer gescheiten Leistung zufrieden ist. Die richtige Auffassung geht von dieser Feststellung aus!

Die korrekte Aufnahme einer Botschaft hat also sehr stark mit den kulturellen Hintergründen im Kopf der LeserInnen zu tun. Daher ist es wichtig, den Text einer Fachperson anzuvertrauen, die in der Lage ist, die Inhalte sinnhaft, zielgerichtet und angepasst an die kulturellen Begebenheiten zu übersetzen.

Neben der Mitteilung auf Deutsch war auch die entsprechende Übersetzung ins Türkisch. Es wäre interessant zu wissen, ob die Übersetzung in dieser Hinsicht gelungen ist!

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Ich bin da ein bisschen komisch…

Meine älteste Tochter besucht gerade die 1. Volksschulklasse und vor ein paar Tagen bei einer Leseübung mit dem Titel „Antonio aus Italien“ wurde sie von der Lehrerin gefragt, wie man auf Italienisch „Mahlzeit“ sagt. Die Frage wurde ihr gestellt, weil die Lehrerin weiss, dass sie zweisprachig Italienisch-Deutsch aufwächst.

Sie konnte auf der Stelle nicht antworten. Die anderen Kinder haben dafür gleich gewusst und „Buon appetito“ gesagt.

Zu Hause hat sie mir alles erzählt und ich habe sie gleich gefragt, wieso sie es nicht wusste. Das Wort sagen wir eh oft zu Hause. Ihre Antwort war: „Mama, du weisst, ich bin da ein bisschen komisch: Wenn ich in Österreich bin, kann ich nur Deutsch. Wenn ich in Italien bin, dann kann ich plötzlich alles auf Italienisch sagen!“.

Ja, so ist sie wirklich! Zweisprachige Kinder können interessanterweise nicht immer gleich sagen, wie ein Wort in die andere Sprache übersetzt wird. In ihrem Kopf laufen die zwei Sprachen selbständig nebeneinander auf zwei verschiedenen Schienen.

Kinder wissen schon von Anfang an, dass eine Sprache eine eigene Welt für sich ist. Mit einer Sprache verbinden sie besondere Situationen, Gefühle, Emotionen, Erinnerungen, Erlebnisse, Erfahrungen, die sie auf Anhieb nicht mit einem anderen Kommunikationssystem ausdrücken können.

Wir Erwachsene verlangen eine Übersetzung, eine Bindung zwischen den zwei Sprachen, weil dies für uns logisch erscheint, aber Kinder wissen ganz genau, dass Übersetzungen nicht immer wortwörtlich sein können, und halten daher ihre zwei Sprachwelten voneinander getrennt.

Zweisprachigkeit bedeutet also nicht gleich Übersetzerfähigkeit. Daher ist es von Vorteil zwei- oder mehrsprachig aufzuwachsen, aber die Kunst der Übersetzung soll erst im erwachsenen Alter erlernt werden!

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Haben Sie schon gewusst…?

Haben Sie schon gewusst, dass in Italien eher unwahrscheinlich ist, eine Bolognese Soße mit Spaghetti serviert zu bekommen?

Der Grund dafür ist die Bedeutung bzw. Wichtigkeit von Nudeln im Allgemeinen für die ItalienerInnen.

Für jedes Rezept gibt es bestimmte Pastasorten, die passen. Für mich ist es zum Beispiel undenkbar, Bolognese Soße mit Spaghetti zu essen! Eine Bolognese wird normalerweise mit Bandnudeln, Penne oder anderen ähnlichen Sorten begleitet, aber auf keinen Fall von Spaghetti! In meiner Küche habe ich einen richtigen Pastakasten mit mindestens 15 Sorten für jede Gelegenheit parat!

Auch die Art und Weise, Nudeln zu kochen, ist äußerst wichtig! Spaghetti, die vom Topf herausschauen und eine halbe Stunde kochen oder in das kalte Wasser gegeben werden, können den Gemütszustand der ItalienerInnen tief erschüttern! Pasta kann nur al dente sein und soll nach bestimmten Regeln gekocht werden, um die Speise genießen zu können.

Also, die Geschichte mit der Pasta ist in etwa wie für die ÖsterreicherInnen das Ski Fahren: Das kann man hierzulande einfach besser! 🙂

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